Ovid – was sonst

Hallo geehrter Leser meines Blogs,

kommenden Montag steht bei mir bereits die erste Klausur in diesem Semester an. Ich schreibe Informatikrecht im Bereich Überfachliche Grundlagen bei Herrn Bernd Harder. Durch die Klausurvorbereitung während des Wochenendes ging mein Blogeintrag etwas unter und kommt daher etwas später als sonst üblich.

Auch diese Woche möchte ich meinen Eintrag an den drei Leitfragen orientieren.

Recherchestrategie

In der vergangenen Woche ging es im Kurs Informationskompetenz um Strategien, wie geeignete Literatur zu einem bestimmten Thema (Thesis, Semesterarbeit, Seminar) gefunden werden kann. Dafür sind ja meist wissenschaftliche Aufsätze (Paper) als Grundlage erforderlich und um möglichst spezifische Resultate zu bekommen (und wenig Fallout zu haben) wurde eine Matrix-Methode vorgestellt. Hierbei erfasst man in einem Brainstorming zum Thema verschiedene Aspekte die das Thema beschreiben / spezifizieren und sucht anschließend nach Synonymen und äquivalenten englischen Ausdrücken. Dies bildet die Grundlage für die Suche in Datenbanken wie Web of Science.

Wichtiger Hinweis an der Stelle war, das es sich dabei um einen interativen Prozess handeln (sollte). Nachdem erste Ergebnisse gefunden wurden lassen sich die Aspekte und Synonyme bewerten, erweiteren und eingrenzen.

Ich denke in Kombination mit der Schneeball-Strategie sollten bei bereits zwei Iterationen ausreichend viele (und natürlich auch relevante) Arbeiten zu finden sein, so das ein fundiertes Einarbeiten in ein Thema möglich sein sollte. Ob ich mit dieser Annahme richtig liege, wird sich kommenden Oktober zeigen, wenn ich meine Masterthesis beginne. Da werde ich auf jedenfall auf die in diesem Kurs vorgestellten Datenbanken und Suchstrategien zurückgreifen.

Suchinstrumente

In den Unterlagen wurden verschieden Suchinstrumente vorgestellt, die sich in Umfang und Aktualität teils sehr stark voneinander unterscheiden. Ich habe entschieden arXiv auszuprobieren, da es sehr aktuell angepriesen wurde und zudem kostenlos verfügbar ist. Über dieses Archiv bin ich bereits bei meinen Recherchen zu meinem Botnetz Seminar gestolpert. Aktualität kann ich unterstreichen: Rein aus Interesse habe ich unter Computer Science den Link Human-Computer Interaction angeklickt und bekomme 6 Paper präsentiert (10. Juni bis 30. Juni). Die Volltexte sind direkt (meist) als PDF Datei verlinkt und können direkt geladen werden. Auch die Suchfunktion scheint einige brauchbare Treffer zu liefern (Suche nach SPAM), wenngleich ich bei einigen Papern Probleme hatte sie zu laden. Aber bei soetwas würde ich nun google scholar zu Rate ziehen und versuchen dort das entsprechende Paper zu finden.

Direkt in der Trefferliste wird neben dem Autor / Autoren ebenfalls der Erscheinungsort sowie der Bereich aufgelistet, in welchen das Paper einzusortieren ist. Hier würde ich mir noch optional wünschen, das direkt das Abtrakt des Papers einsehbar ist, damit man bereits hier entscheiden kann, ob der Treffer für die eigene Suche relevant ist.

Web of Knowledge vs. Ovid

Im letzten Abschnitt soll ich diese beiden Datenbankoberflächen gegeneinander abwägen. Mein erster Eindruck: die Ovid Oberfläche ist mir sympatischer. Jetzt stellt sich die Frage: Warum ist das so? Das auffallendste Merkmal finde ich ist die Farbgebung. Hier macht Ovid einen professionelleren Eindruck. Auch sind die Treffer luftiger angeordnet, was das auseinanderhalten und lesen der Suchergebnisse verbessert. ^_^ bei arXiv habe ich es kritisiert, hier gibt es das Feature sich das Abstrakt direkt in der Trefferliste ausgeben zu lassen – Pluspunkt 😉

Web of Knowledge hingegen bietet eine Vielzahl an Funktionen (Export der Ergebnisse zu unterschiedlichen Formaten, Einschränken der Suchergebnisse uvm.) Die Seite der Trefferliste wirkt dadurch aber überladen, was auch das Hervorheben der Datenfelder mit fetter Schrift nicht mehr retten kann.

Einerseits verstehe ich den Anbieter der Oberfläche – er möchte möglichst alle eingebauten Features so platzieren, das der Anwender davon auch profitieren kann. Andererseits habe ich den Eindruck, das Web of Knowledge an einem Punkt steht, an dem es besser wäre sich auf die wesentlichen Suchaspekte zu konzentrieren und dem Anwender die Möglichkeit zu geben, die Seite zu personalisieren.

Allerdings muss ich zugeben finde ich es recht schwierig, mir innerhalb recht kurzer Zeit ein umfassendes Bild beider Oberflächen zu machen, aber das was ich bereits gesehen habe läßt mich eher zu Ovid tendieren, da ich hier die Daten (Suchergebnisse usw.) optisch besser aufbereitet finde, was meiner Meinung nach der Bedienung der Seite zu Gute kommt.

Damit möchte ich meinen Eintrag schließen und werde mich nun wieder meiner Klausurvorbereitung für Informatikrecht widmen. Besten Dank fürs Lesen und ich stürzte mich nun wieder ins BGB und die Vertragsformen.

Servus 😉

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3 thoughts on “Ovid – was sonst

  1. Besten Dank für die Erfolgswünsche 😉 Ich wälze mich schon wieder durch die Paragraphen des BGBs und gehe nochmals die Vorlesungsunterlagen durch. Am Montag ist Stichtag … dann wird sich zeigen was Sache ist 🙂

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